In Übereinstimmung mit der Low-Fi- und Off-Grid-Philosophie des Kék Tanya / Blauen Bauernhofs brenne ich meine irdenen Keramiken mit Holz. Die verwendeten Tone stammen aus dem Karpatenbecken. Ich habe auch schon mit Ton aus meiner eigenen Grube experimentiert, aus der ursprünglich das Bauernhofgebäude errichtet wurde. Meine Töpfe forme ich entweder auf einer manuellen Fußdrehscheibe oder auch nur mit meinen Händen – unter Anwendung von Techniken, die bis in die Steinzeit zurückreichen.
Mein Lieblingsstück ist der Krug in all seinen verschiedenen Variationen. Ich stelle aber auch gerne kleinere dekorative Stücke her, wie Kronleuchter, Tassen oder Schalen. Obwohl ich auch Serienstücke produziere, liegt mir besonders das Schaffen einzigartiger Stücke am Herzen.
Einzelbestellungen können nur fristgerecht erfüllt werden, wenn genügend Keramik vorhanden ist, um den Ofen zu füllen. Denn der Töpferofen kann nur befeuert werden, wenn er komplett gefüllt ist.
Die fertige Keramik kann auf Wunsch in ihrer natürlichen Form bleiben, poliert werden sowie innen oder beidseitig (innen und außen) glasiert werden. Die Fähigkeit, Wasser zu halten, nimmt mit jedem dieser Schritte zu, wobei polierte Keramik am robustesten ist.
Die Farbe der Tonstücke variiert und wird durch die im Ton enthaltenen Oxide, die chemischen Reaktionen der Flammen, die Brenntechnik und die in den Glasuren verwendeten Oxide bestimmt. Somit bleibt das Endergebnis immer eine Überraschung, was zur besonderen Magie dieses Prozesses beiträgt. Die Bilder in der Galerie zeigen die Farbpalette, die durch diese Techniken entstehen kann. Einige der gezeigten Stücke sind zum Verkauf verfügbar, andere können auf Wunsch teilweise reproduziert werden.
Auch die Form der Töpfe wird durch den Brennprozess beeinflusst. Ich persönlich bevorzuge hohe Brenntemperaturen, die teilweise auch die Oberfläche der Keramiken beeinflussen können, was zu interessanten Formen führt, die schon mal vom perfekten Kreis abweichen können.
Ich habe große Freude daran, Workshops und Kurse abzuhalten, entweder auf dem blauen Bauernhof oder auf gerne anderswo. Durch meine Kindheit in den Vereinigten Staaten und meine Reisen durch ganz Europa mit meiner Arbeit habe ich erfahrung mit den unterschiedlichsten Kulturen gesammelt. Mein zweijährige Töpfer Ausbildung von 2012-2014 habe ich in einer der bekanstesten Berufschulen in Hódmezővásárhely absolviert, das war eine super schöne aber auch intensive Zeit. Die darauffolgenden fünf Jahre habe ich die traditionelle Töpferei studiert sowie archäologische Funde für historische Nachsteller rekonstruiert.
Durch die arbeit der Rekonstrukitonen, von der Bronzezeit bis ins späte Mittelalter, bin ich durch ganz Europa gereißt und hatte in diesen Jahren auch die Ehre, durch ein nationales Stipendium, jeweils eine Woche in den Werkstätten der besten Töpferein des Landes zu verbringen. Heute nutze ich dieses Wissen, um meine eigenen Formen zu schaffen.
Ein Zimmermann fertigte für mich ein Wagenrad, das dem typischen Werkzeug der Töpfer von der Bronzezeit bis zum Mittelalter ähnelt. Es eignet sich hervorragend, um das Publikum bei Veranstaltungen einzubeziehen: Zuschauer können für einige Sekunden eine intensive, praktische Erfahrung mit einem manuellen Töpferrad machen, ohne jehgliche vorerfahrung.
Ich unterrichte gerne sowohl regional als auch international. Im Sommer 2024 hatte ich ein besonders begeistertes Publikum von Töpfern aus Paris und Marseille auf dem Blauen Bauernhof, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Manestèque Atelier-Boutique Solidaire.

























































































































































































































